Autor: Sandra Schmidt

Arbeitslosenzentrum – Begegnungsstätte für Arbeitssuchende in Bergheim

 

Im Arbeitslosenzentrum in Bergheim haben Sie die Gelegenheit, sich mit anderen Arbeitssuchenden auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Bei uns finden Sie zudem Flyer und Broschüren, anhand derer Sie sich über weiterführende Beratungsangebote informieren können.

Von Dienstag bis Freitag können Sie in der Zeit von 8:30 bis 14:30 Uhr einen der sechs internetfähigen PC-Arbeitsplätze nutzen und damit selbständig Stellenangebote recherchieren oder Bewerbungen schreiben.

In Zusammenarbeit mit der Paritätischen Akademie LV NRW e.V. bieten wir Ihnen in unseren Räumlichkeiten zudem kostenfreie Weiterbildungskurse an.

Unser Angebot kann von jedem Arbeitssuchenden genutzt werden und ist für Sie kostenlos – auch wenn Sie kein Arbeitslosengeld beziehen oder einen Arbeitsplatz haben.

Unsere Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 8:30 – 14:30 Uhr

Sie können uns auch gerne anrufen, um erste Informationen zu bekommen:

Ihre Ansprechpartnerin:

Sandra Schmidt

Telefon: (02271) 83731-0

E-Mail: alz@ash-sprungbrett.de

Kommen Sie einfach vorbei, Sie sind herzlich willkommen.

Südweststraße 1, 50126 Bergheim

Bereichsleitung: Guido Wollenberg

E-Mail: g.wollenberg@ash-sprungbrett.de

 

Migranten stellten Requisiten für Aufführung her

BERGHEIM / RHEIN-ERFT-KREIS – Dem einmaligen Loriot alias Vicco von Bülow hätte es bestimmt gefallen. Arbeitssuchende mit Zuwanderungsgeschichte stellten in den Werkstätten des ASH-Sprungbrett e.V. in Bergheim-Paffendorf Requisiten für eine Aufführung her, bei der eine Reihe von Loriot-Sketchen gespielt wurde. Gebastelte Gegenstände wie Tapetenwände, Bilder, Filmkamera, Lampenspots samt Stativen oder „das“ berühmte Klavier wurden aus verschiedenen Materialien wie Holz, Papier und Farbe hergestellt und kamen beim diesjährigen Sommerfest des langjährigen Kooperationspartners Sozialpsychiatrisches Zentrums (SPZ) in der Fischbachstraße in Bergheim-Quadrath zum Einsatz.

„Werkstatt für Gestaltung, Ausdruck- und Redetraining“ oder auch einfach „WeGeArt“ heißt die Beschäftigungsmaßnahme, die schon seit April 2011 bei ASH-Sprungbrett e.V. in angenehmer Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Rhein-Erft ausgeführt wird.

Hier werden zahlreiche handwerklichen Fertigkeiten geübt: In der Textilverarbeitung arbeiten die Teilnehmer in Stick- und Stricktechniken, verarbeiten mit Nähmaschinen alte Textilien zu „Patchwork“- Decken und stellen im nächsten Schwierigkeitsgrad Kleider oder Kostüme für Theateraufführungen her. Unter Anleitung von Schreiner Jens Römpp wird in der vereinseigenen Holzwerkstatt der Umgang mit Holzhandwerkszeug näher gebracht, um über die nächste Stufe „kreative Pop-Art“, eine Schablonentechnik, die viel Konzentration, Geschicklichkeit und Geduld erfordert, den Zugang zum Requisitenbau herzustellen.

Neben dem Handwerklichen ist vor allem „Reden üben“ und Kommunizieren in deutscher Sprache grundlegender Bestandteil der Maßnahme. Die Arbeitsgelegenheit (AGH) WeGeArt spiegelt mehr als alle anderen Beschäftigungsmaßnahmen von ASH-Sprungbrett e.V. das Zeitgeschehen wieder, welches geprägt ist von Flüchtlingswellen und hohen Migrationsraten. Arbeits- und Integrationsbegleiterin Layrysa Vorobyova, selbst gebürtige Ukrainerin, beschreibt: „Die Teilnehmer, die aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen zu uns kommen, teilweise Analphabeten in ihrer eigenen Muttersprache sind (!) haben in Sprachkursen erste Deutschkenntnisse erlernt. Ihre Scheu und Zurückhaltung, das Erlernte anzuwenden, haben sie gemeinsam. Hier setzt WeGeArt den so wichtigen nächsten Schritt an. Die Teilnehmer beschreiben während der Beschäftigung ihre Arbeiten auf Deutsch, sprechen Arbeitsschritte mit Kollegen ab, um in einem Team Arbeitsaufträge umzusetzen.“ Wertvoll findet Frau Vorobyova dabei, dass das Selbstwertgefühl der Frauen und Männer spürbar steigt – wichtig, wenn man im Alltag z. B. bei Amtsangelegenheiten handlungsfähig sein möchte und irgendwann der Schritt auf den 1. Arbeitsmarkt gelingen soll.

Eine Bestätigung ihrer Arbeit erfährt Frau Vorobyova, wenn sich Frauen und Männer ausnahmslos selbstständig um eine Wiederaufnahme in die WeGeArt-Maßnahme bemühen, nachdem sie, zum Beispiel, in den Sommerferien ihre Beschäftigung wegen Kinderbetreuung beenden mussten. Ihr fällt das positive Beispiel einer ausgebildeten Schneiderin tunesischer Herkunft ein, die zu einer Anerkennung ihrer Qualifikation zu einer Umschulung motiviert wurde und diese erfolgreich absolvierte.

WeGeArt ist nicht nur eine Arbeitsgelegenheit, sondern auch ein Ort interkulturellen Austauschs und Begegnung, und eine Form von Integration und Sensibilisierung der Aufnahmegesellschaft für die Vielfalt.

Weitere Informationen zum Projekt:

Nebenstelle:

ASH Sprungbrett e.V.
Frau Layrysa Vorobyova
Walter-Gropius-Straße 24 · 50126 Bergheim
Telefon (02271 / 49803-14) · Telefax (02271 / 49803-21)
l.vorobyova@ash-sprungbrett.de · http://ash-sprungbrett.de/

 

Lorio Bild WeGeART 1

Vom Bauwagen-Schätzchen zum Zirkuswagen

Machen Sie Kinder und Jugendliche glücklich, schenken Sie uns Ihren ausrangierten Bauwagen – ein Upcycling-Projekt des ASH-Sprungbrett e.V.

BERGHEIM / RHEIN-ERFT-KREIS – Für ein Projekt in unserer Maßnahme „Aktivierungshilfen für Jüngere“ suchen wir renovierungsbedürftige Bauwagen, die wir gerne selbst abholen.

Die Bildungsmaßnahme richtet sich an junge Erwachsene bis 24 Jahre, die in verschiedenen Werkbereichen an die Arbeitswelt herangeführt werden. Die Teilnehmer/-innen können im Zirkuswagenprojekt das Gelernte aus den Bereichen Metall- und Holzverarbeitung, sowie Maler- und Lackierarbeiten unter Beweis stellen.

Fertige Zirkuswagen werden einem gemeinnützigen Zweck, zum Beispiel einem Jugendzentrum oder einem Kindergarten zur Verfügung gestellt.

Sie haben einen Bauwagen zu verschenken? Melden Sie sich unter:

ASHSprungbrett e.V.
Fischbachstraße 55 · 50126 Bergheim
Telefon (02273 / 952939- 0) · Telefax (02273 / 952939-9)
zirkuswagen@ash-sprungbrett.de

Qualifizierungszentrum für Arbeitssuchende in Bergheim

Sie suchen einen neuen Job, sind arbeitslos und erhalten Unterstützung vom Jobcenter Rhein-Erft? Sie benötigen Hilfe bei der Arbeitssuche oder möchten sich beruflich neu orientieren? Sie wollen daher aktiv werden und neue Wege gehen?

Im Auftrag des Jobcenters Rhein-Erft unterstützen wir Sie dabei in unserem Qualifizierungszentrum in Bergheim. An fünf Tagen in der Woche in Voll- oder Teilzeit können Sie sich theoretisch und praktisch bei uns auf einen neuen Job vorbereiten. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir eine individuelle Strategie zur Arbeitsaufnahme und bieten Ihnen zudem Hilfestellung bei Ihrer persönlichen Lebenssituation.

Bei Interesse sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arbeitsberater beim Jobcenter, ob unser Angebot für Sie geeignet ist. Um daran teilnehmen zu können, benötigen Sie eine Zusage Ihres Jobcenters.

Unser Angebot für Sie:

  • Individuelle Unterstützung durch ausgebildete und freundliche Beraterinnen und Berater
  • Kompetenzanalyse zur Feststellung Ihrer Qualifikationen und Interessen
  • Theorie und Praxis neuer Berufsfelder

Zur Auswahl stehen:

  • Pflege – Soziales – Gesundheit
  • Hotel – Gaststätten- Hauswirtschaft
  • Wirtschaft und Verwaltung
  • Lager – Logistik – Handel
  • Farbe und Raumgestaltung
  • Fachübergreifende Projekte (wie z. B. Kiosk, Zeitschrift, Vitalwerte-Check)
  • Praktische Tipps zu gesunder und preiswerter Lebensführung und Ernährung
  • Bewerbungstraining

Das Bewerbungstraining umfasst:

  • Erstellung Ihrer aktuellen Bewerbungsunterlagen
  • Training zur telefonischen Bewerbung
  • Üben von Vorstellungsgesprächen
  • Stellensuche in Zeitung und Internet
  • Einsatz von Computer bei der Arbeitssuche
  • Befähigung zur Nutzung der Job- und Lernbörse der Bundesagentur für Arbeit

Machen Sie den ersten Schritt:

  • Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin oder
  • sprechen Sie direkt mit Ihrer/m Berater/in beim Jobcenter

Sie bringen am ersten Tag mit (Einstieg immer montags um 8:00 Uhr):

  • Eingliederungsvereinbarung und Fahrtkostenantrag des Jobcenters
  • Mobilpass (erhältlich an der Infotheke beim Jobcenter)

Wir erwarten von Ihnen:

  • Aktive Beteiligung und Zusammenarbeit
  • Einhalten von Vereinbarungen und Terminabsprachen

Rufen Sie an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns auf Sie.

Ihre Ansprechpartnerin:

Sabine Wolf, Walter-Gropius-Straße 24, 50126 Bergheim

Tel.: 02271 – 4980326

E-Mail: s.wolf@ash-sprungbrett.de

Bereichsleitung: Wolfgang Geuer

E-Mail: w.geuer@ash-sprungbrett.de

Auftraggeber:

jopcenter_rheinerft

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Bundesfreiwilligen berichten von ihren Erfahrungen beim ASH-Sprungbrett e.V.

BERGHEIM / RHEIN-ERFT-KREIS –  Unsere 2 Bundesfreiwilligen Joana Büldt und Leonie Bolz reflektierten zusammen mit unserem Geschäftsführer Julian Beywl ihr Bundesfreiwilligenjahr beim ASH-Sprungbrett e.V. in ihren Einsatzorten.

Die Idee den Bundesfreiwilligendienst durchzuführen hatte Joana Büldt, da sie gern nach der Schule etwas Soziales machen wollte. Allerdings hatte sie keine Vorstellung über den Bundesfreiwilligendienst bzw. kannte sie diese Möglichkeit auch gar nicht. J. Büldt erinnert sich: „Meine Mutter hat damals die Stellenanzeige gelesen und erzählte mir davon. Somit habe ich mich bei ASH-Sprungbrett e.V. beworben.“ Das Jahr beim ASH-Sprungbrett e.V. hat ihr geholfen sich beruflich zu orientieren. Durch die Arbeit im Schulprojekt Astrid-Lindgren-Schule konnte sie sich einen Überblick über das Berufsbild verschaffen. Nach dem Jahr möchte Joana gern Lehramt studieren. Leonie Bolz kannte den Bundesfreiwilligendienst bereits über das freiwillige soziale Jahr. Sie nutzte das Jahr zur Überbrückung, da sie noch nicht wirklich wusste, was sie nach ihrer Schulzeit machen möchte. „Es ist eine Alternative zur Arbeit, um ins alltägliche Berufsleben zu kommen.“ so L. Bolz.

Vor Beginn des Bundesfreiwilligendienstes waren beide nicht so selbstbewusst und hatten auch keine Vorstellung was sie in den Projekten erwarten würde. L. Bolz erinnert sich: „Als ich am 1. Tag ankam, dachte ich es kommen schwierige Jugendliche auf mich zu. Ganz im Gegenteil. Ich wurde von den Jugendlichen offen begrüßt. Das war ein ganz anderer Blick für mich.“

Im Laufe des Jahres lernten sie Menschen unterschiedlichster Herkunft und Charakteren kennen. Dies stärkte ihr Selbstbewusstsein. Sie wurden gelassener, lernten sich durchzusetzen und Vertrauen in sich selbst zu haben. „Den Respekt sich zu verschaffen und auch mal zu sagen „das geht so nicht“ ist schon Arbeit. Die stabile Beziehungsarbeit zu den Kindern ist sehr wichtig, um das Vertrauen zu den Kindern aufzubauen.“ so J. Büldt.

In der werkpädagogischen Tagesgruppe – TAGWERK fand L. Bolz besonders den gerademal 3-jährigen Altersunterschied sowie die abwechslungsreichen Aufgaben spannend. Sie lernte, sich gegenüber den Jugendlichen durchzusetzen und sich Respekt zu verschaffen.

Mit den organisatorischen Gegebenheiten wie Einarbeitung, zeitliche Abläufe und Kommunikation waren beide zufrieden. Hinsichtlich der beruflichen Situation fühlten sie sich gut unterstützt und begleitet. Die Angebote von Frau van der Seylberg sowie den Betreuern in der OGS bzgl. Unterstützung bei der Bewerbung fanden sie gut. „Zu wissen, dass ich einen Ansprechpartner habe, ist beruhigend.“ sagte J. Büldt.

Während des Bundesfreiwilligendienstes nahmen die Bundesfreiwilligen 5 x im Jahr an einem wöchentlichen Bildungsseminar teil. Organisiert wurde das ganze über den IJGD (Internationale Jugendgemeinschaftsdienst). J. Büldt und L. Bolz haben in ihrem Jahr an Seminaren wie Selbstverteidigung, ethische Konflikte, Sport, Rollstuhl-Rallye, u. a. teilgenommen. Während der Seminare konnten sich beide mit anderen Bundesfreiwilligen austauschen und somit auch weitere Erfahrungen sammeln. Die Organisation beim IJGD fanden beide sehr gut und auch durchgeplant. Bereits 2 Monate vor Seminarbeginn wurden die Einladungen mit Teilnehmerlisten verschickt, um eventuelle Fahrgemeinschaften bilden zu können.

ASH-Sprungbrett e. V. bietet jungen Menschen im Alter von 18 bis 27 Jahren ein Bildungs- und Orientierungsjahr im Rahmen des Bundesfreiwilligen Dienstes in Zusammenarbeit mit dem IJGD (Internationale Jugendgemeinschaftsdienst) an. In unserem Projekt der werkpädagogischen Tagesgruppe „Tagwerk“ sowie im Schulprojekt Astrid-Lindgren-Schule der Kreisstadt Bergheim können die Bundesfreiwilligen Ideen für Ihre berufliche Zukunft sammeln oder zur sinnvollen Überbrückung zum Ausbildung- oder Studienbeginn nutzen. Sie haben die Möglichkeit sich auszuprobieren und persönlich weiter zu entwickeln.

Das Bundesamt hat wiederholt ermöglicht, dass ASH-Sprungbrett e.V. ab August 2015 erneut 3 Bundesfreiwilligen bei der Orientierung ihres beruflichen Werdeganges unterstützen kann. Des Weiteren plant ASH-Sprungbrett e.V. eine weitere Einsatzmöglichkeit im Arbeitslosenzentrum / Erwerbslosenberatungsstelle.

Für Bewerbungen und Rückfragen steht unsere Ansprechpartnerin Frau Christina Leretz  per E-Mail oder Telefon gern zur Verfügung.

Kontaktdaten für etwaige Rückfragen:

ASH-Sprungbrett e.V.
Christina Leretz
Glescher Straße 2 · 50126 Bergheim
Telefon (02271 / 83 98-14)
Telefax (02271 / 83 98-10)
c.leretz@ash-sprungbrett.de

v.l.n.r. M. van der Seylberg, J. Beywl, L. Bolz, J. Büldt

Hoher Besuch beim Tag der offenen Tür der Produktionsschule.NRW im Rhein-Erft-Kreis

BRÜHL / RHEIN-ERFT-KREIS – Etwas nervös waren die Produktionsschüler/-innen schon, als sie so vielen „Offiziellen“ in Anzug und Kostüm die Produkte präsentierten, die sie seit Eröffnung der Produktionsschule.NRW hergestellt hatten. Gartenmöbel aus Holzpaletten, würfelförmige Schlüsselanhänger aus Metall, Seifen mit individueller Logoprägung oder auch der Orangen-Dill-Senf begeisterten die Vertreter der Institutionen.

Dies wussten der 1. stellvertretene Landrat, Bernhard Ripp, die stellvertretende Leiterin der Regionalagentur der Region Köln, Ursula Brockmann und auch der stellvertretende Bürgermeister von Brühl Heinz Jung in ihren Grußworten, die sie an die Produktionsschüler/-innen richteten, ausgiebig zu würdigen.

1. stellv. Landrat Ripp u. Geschäftsführer Beywl

(1. stellv. Landrat Bernhard Ripp und Geschäftsführer Julian Beywl)

Das mit Mitteln des Landes, des Job Centers Rhein-Erft sowie der Agentur für Arbeit Brühl finanzierte Programm, sei das zentrale Instrument der Landesregierung, um unterstützungsbedürftigen Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren, welches bei ASH-Sprungbrett e.V. mit „solider Qualität und innovativen Produkten“ durchgeführt werde, den Weg in die Erwerbstätigkeit zu erleichtern, so Ursula Brockmann. Mithilfe der Arbeit von ASH-Sprungbrett kämen immer wieder Ausbildungsverhältnisse zustande, die es sonst nicht gegeben hätte und die Jugendlichen aus dem Leistungsbezug der Jobcenter heraushole, wusste Heinz Jung, der stellvertretende Bürgermeister der Schlossstadt Brühl den Träger zu loben. Die große Zufriedenheit mit der Umsetzung des Programms, zeigte sich auch darin, dass zum Beispiel auch der Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Erft, Herbert Botz., nicht nur lange nach dem Pressetermin blieb, sondern auch Seifen, Senf und andere Produkte kaufte oder Bestellungen aufgab.

Geschäftsführer Beywl

Julian Beywl (Geschäftsführer)

Darin liegt die Besonderheit des Programms des Europäischen Sozialfonds, welches in der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ verankert ist. Nicht nur werden praktische Qualifizierungen in den Gewerken beim Träger mit Unterrichtsinhalten bei den Berufskollegs unterstützt. Die handgemachten Produkte dürfen auch verkauft werden. „Teil des kompletten Prozesses von der Idee eines Produktes bis zum Verkauf zu sein, ist der starke Motivationsgeber für die Jugendlichen, der sehr viel erfolgreicher ist, als der Produzentenstolz allein, wie er in bisherigen Maßnahmetypen zu finden ist.“ so Julian Beywl, Geschäftsführer von ASH-Sprungbrett e.V.

Die Produktionsschülerin Christiane, die selbst Jobcenter-Kundin ist, sagte, dass es am Anfang alles fremd für sie gewesen sei. „Aber hier wird einem echt geholfen“, sagte die 20-Jährige, die im August eine Ausbildung zur Frisörin beginnt.

Die Produktionsschule.NRW gibt es im Rhein-Erft-Kreis am Standort in Bergheim mit 44 Plätzen und in Brühl mit 36 Plätzen. Das Programm wird so gut angenommen, dass ASH-Sprungbrett e.V. im September einen dritten Standort mit 16 Plätzen in Frechen eröffnen kann.

In Kooperation mit der Stadt Kerpen wurden in den vergangenen Wochen ältere Bierzeltgarnituren neu aufgearbeitet. Die Übergabe der ersten Teillieferung fand Ende April statt. Bei diesem Auftrag wurden durch die Schüler/-innen der Produktionsschule.NRW in Bergheim die Bänke und Tische komplett demontiert und dann überarbeitet. Dabei durchliefen die Produkte alle Arbeitsschritte wie „ Metallteile demontieren, richten und schweißen, die Holzteile wurden geschliffen, ausgebessert und dann mit einem neuen Anstrich versehen“.

Produktionsschule.NRW BM 02 Produktionsschule.NRW BM 03

Neben den handwerklichen Tätigkeiten mussten durch die Produktionsschüler/-innen auch die gesamte Terminplanung, Bestellen der Materialien, Erstellen der Lieferscheine und das Einplanen der Fahrzeuge bewerkstelligt werden.

Hierbei wird den Produktionsschüler/-innen die Möglichkeit geboten, einen Einblick in die unterschiedlichsten Gewerke und die damit verbundenen Tätigkeiten zu erlangen.

Weitere Informationen zum Projekt:

Nebenstelle:
ASH-Sprungbrett e.V.
Frau Saskia Schaaf
Engeldorfer Straße 25 · 50321 Brühl
Telefon (02232 / 57747-11) · Telefax (02232 / 57747-18)
s.schaaf@ash-sprungbrett.de · www.ash-sprungbrett.de

Pflanzen- und Materialspenden für das Projekt „Bergheim Süd-West“ Das Motto lautet „Pflücken erlaubt“

BERGHEIM / RHEIN-ERFT-KREIS – Projekt „Bergheim Südwest“ des Vereines ASH-Sprungbrett e. V. beschäftigt überwiegend junge Erwachsene und Langzeitarbeitslose, denen es die klassischen Fertigkeiten des Gartenlandschaftsbaus zu vermitteln gilt. Die wichtigsten Einsatzfelder und Tätigkeiten des Projektes sind zum einen die Kultivierung und die Erweiterung des ersten Bergheimer Tafelgartens in Form eines Permakulturgartens. Das dort geerntete Obst und Gemüse wird zum großen Teil durch die „Tafel“ Bergheim für Bedürftige zur Verfügung gestellt. Zum anderen arbeiten die Mitarbeiter und Teilnehmer an der Fertigstellung der Umgestaltung des Erftauenlandes.

Unser Ziel für 2015 ist der Start des Urban Gardening Projektes in Bergheim nach dem Vorbild der essbaren Städte Andernach und Minden. Hierbei werden auf freien städtischen Grünflächen, bevorzugt im Südwest-Gebiet, Obst und Gemüse angebaut, das für alle Bürger zugänglich ist. Das Motto lautet „Pflücken erlaubt“ statt „Betreten verboten“.

Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir Unterstützung in Form von Saatgut-, Pflanzen- oder Materialspenden (Gemüsesetzlinge, Obstgehölze, Kräuter, Kartoffel- und Zwiebelsetzlinge). Erste Spenden erhielt ASH-Sprungbrett e. V. vom Gartencenter Stassen, Kaufland, Geflügelhof Mödder aus Bergheim sowie Engels Gartencenter aus Bedburg. Für die Unterstützung gilt unser herzlichster Dank. Ohne die Spenden wäre das Projekt nicht möglich.

Spenden können in Absprache mit Frau Kamga abgeholt oder in der Albrecht-Dürer-Allee 6 in Bergheim abgegeben werden.

Weitere Informationen zum Projekt:

Nebenstelle:
ASHSprungbrett e. V.
Frau Kamga
Albrecht-Dürer-Allee 6 · 50126 Bergheim
Telefon (02271 / 98478-03) · Telefax (02271 / 98478-05)
s.kamga@ash-sprungbrett.de · www.ash-sprungbrett.de