Kategorie: Allgemein

Kurzer Prozess trĂ€gt FrĂŒchte

Bergheim. Der scheidende „Staatsanwalt fĂŒr den Ort“, Christoph Degenhardt, Ă€ußert sich in diesem Artikel auch ĂŒber die Bedeutung der Fahrradwerkstatt von ASH-Sprungbrett e.V. fĂŒr die Resozialisierung von jungen StraftĂ€tern.

http://www.ksta.de/region/rhein-erft/christof-degenhardt-staatsanwalt-hat-jugendliche-wieder-auf-den-rechten-weg-gebracht-23648286

 

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Wer eine Perspektive hat braucht keine rechtsextreme Ideologie

BERGHEIM/RHEIN-ERFT-KREIS: (03. 02. 2016) „Im Rhein-Erft-Kreis sind rund 5000 Jugendliche arbeitslos, 2034 von ihnen sogar lĂ€nger als vier Jahre. Armut und Perspektivlosigkeit sind die Folge. Rechtsextreme Ideologen haben Zeit fĂŒr diese jungen Menschen und geben ihnen Halt und Anerkennung. Um ein Abdriften der Jugendlichen in die rechtsextreme Szene zu verhindern, mĂŒssen wir ihnen positive Zukunftsaussichten geben“, mahnte Julian Beywl, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Ash-Sprungbrett e. V. auf der Fachtagung „Einstiegs- und Ausstiegsprozesse Rechtsextremismus“ im Bergheimer Medio. Anlass der Veranstaltung war, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ASH Sprungbrett e. V. immer hĂ€ufiger mit rechtsextremen SprĂŒchen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konfrontiert werden und rechte Gruppierungen wie Pro NRW und die Partei „Die Rechte“ wieder massiv agitieren. Mit dem Ziel, sich ĂŒber die Strukturen und Mechanismen der rechtsextremen Szene im Rhein-Erft-Kreis zu informieren, Strategien gegen den Einstieg junger Menschen ins rechtsextremen Milieu zu entwickeln und die beteiligten Akteure im Jugendbereich besser zu vernetzen, hatte Julian Beywl die Fachtagung initiiert. Da die Rechtsextremen besonders junge Menschen im Visier haben, sieht sich ASH-Sprungbrett e.V. als Jugendhilfe- und JugendbildungstrĂ€ger besonders in der Verantwortung.

In Zusammenarbeit mit Re/init e. V. aus Recklinghausen fand am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, die Fachtagung unter Schirmherrschaft von Landrat Michael Kreuzberg statt. Unter den mehr als 80 GÀsten waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Jugendhilfe, JugendÀmtern, Schulen, Caritas, Arbeiterwohlfahrt und Politik des Rhein-Erft-Kreises.

Dezernent Dr. Christian Nettersheim von der Kreisverwaltung Rhein-Erft erinnerte an die Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau vor genau 71 Jahren und an die sechs Millionen Opfer des Holocaust. Angesichts der FlĂŒchtlingsfrage seien derzeit wieder „viele RattenfĂ€nger mit einfachen Parolen“ unterwegs, daher mĂŒsse man gerade jungen Menschen Perspektiven bieten und positive Auswege zeigen. „Ich bin mir sicher, dass ASH-Sprungbrett e.V. wichtige Arbeit auf diesem Gebiet leistet. DafĂŒr sind wir sehr dankbar.“

Einen Überblick ĂŒber rechtsextreme Strukturen und Vereinigungen in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis gab Hans-Peter Killguss von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Köln: „Die rechte Szene vor Ort ist durchaus aktiv. Es handelt sich vornehmlich um eine kleine Gruppe Neonazis, die immer wieder durch Propagandaaktionen auffĂ€llt.“ Dr. Christoph Busch vom NRW-Innenministerium erlĂ€uterte, wie geschickt rechtsextreme Gruppierungen ihre rĂŒckwĂ€rtsgewandte Ideologie fĂŒr Jugendliche attraktiv machen, indem sie deren BedĂŒrfnis nach WertschĂ€tzung und Gemeinschaft befriedigen. Eine große Bedeutung kommt hier dem Internet zu. Dass Menschen der rechten Szene erfolgreich den RĂŒcken kehren können, bewiesen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Aussteigerinitiative NinA NRW (nina-nrw.de).

„Wenn sich alle Verantwortlichen um die jungen Menschen bemĂŒhen und ihnen eine Zukunftsperspektive geben, Bund, Land und Kommunen die nötigen Finanzmittel bereitstellen, sich die Verantwortlichen untereinander vernetzen, dann haben Rechtsextreme keine Chance“, so Julian Beywl abschließend.

 

IMG_2493_ Dr. Christian Nettersheim, Dezernent im Bereich Schule und Weiterbildung, Familien, Generationen, Soziales und dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Erft-Kreis, sprach das Grußwort auf der Fachtagung „Einstiegs- und Ausstiegsprozesse Rechtsextremismus“ von ASH-Sprungbrett e. V.

 

 

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Julian Beywl (r.), GeschĂ€ftsfĂŒhrer ASH-Sprungbrett e.V., im GesprĂ€ch mit Moderatorin Cornelia Benninghoven und Veit Schmitz (l.), Leiter der Einrichtung Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft Haus St. Gereon.

 

Fotos: ASH-Sprungbrett e. V.

Vom Bauwagen-SchÀtzchen zum Zirkuswagen

Machen Sie Kinder und Jugendliche glĂŒcklich, schenken Sie uns Ihren ausrangierten Bauwagen – ein Upcycling-Projekt des ASH-Sprungbrett e.V.

BERGHEIM / RHEIN-ERFT-KREIS – FĂŒr ein Projekt in unserer Maßnahme „Aktivierungshilfen fĂŒr JĂŒngere“ suchen wir renovierungsbedĂŒrftige Bauwagen, die wir gerne selbst abholen.

Die Bildungsmaßnahme richtet sich an junge Erwachsene bis 24 Jahre, die in verschiedenen Werkbereichen an die Arbeitswelt herangefĂŒhrt werden. Die Teilnehmer/-innen können im Zirkuswagenprojekt das Gelernte aus den Bereichen Metall- und Holzverarbeitung, sowie Maler- und Lackierarbeiten unter Beweis stellen.

Fertige Zirkuswagen werden einem gemeinnĂŒtzigen Zweck, zum Beispiel einem Jugendzentrum oder einem Kindergarten zur VerfĂŒgung gestellt.

Sie haben einen Bauwagen zu verschenken? Melden Sie sich unter:

ASHSprungbrett e.V.
Fischbachstraße 55 · 50126 Bergheim
Telefon (02273 / 952939- 0) · Telefax (02273 / 952939-9)
zirkuswagen@ash-sprungbrett.de