Autor: Barbara Koehler

Kurzer Prozess tr√§gt Fr√ľchte

Bergheim. Der scheidende „Staatsanwalt f√ľr den Ort“, Christoph Degenhardt, √§u√üert sich in diesem Artikel auch √ľber die Bedeutung der Fahrradwerkstatt von ASH-Sprungbrett e.V. f√ľr die Resozialisierung von jungen Straft√§tern.

http://www.ksta.de/region/rhein-erft/christof-degenhardt-staatsanwalt-hat-jugendliche-wieder-auf-den-rechten-weg-gebracht-23648286

 

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Wer eine Perspektive hat braucht keine rechtsextreme Ideologie

BERGHEIM/RHEIN-ERFT-KREIS: (03. 02. 2016) ‚ÄěIm Rhein-Erft-Kreis sind rund 5000 Jugendliche arbeitslos, 2034 von ihnen sogar l√§nger als vier Jahre. Armut und Perspektivlosigkeit sind die Folge. Rechtsextreme Ideologen haben Zeit f√ľr diese jungen Menschen und geben ihnen Halt und Anerkennung. Um ein Abdriften der Jugendlichen in die rechtsextreme Szene zu verhindern, m√ľssen wir ihnen positive Zukunftsaussichten geben‚Äú, mahnte Julian Beywl, Gesch√§ftsf√ľhrer Ash-Sprungbrett e. V. auf der Fachtagung ‚ÄěEinstiegs- und Ausstiegsprozesse Rechtsextremismus‚Äú im Bergheimer Medio. Anlass der Veranstaltung war, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ASH Sprungbrett e. V. immer h√§ufiger mit rechtsextremen Spr√ľchen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konfrontiert werden und rechte Gruppierungen wie Pro NRW und die Partei ‚ÄěDie Rechte‚Äú wieder massiv agitieren. Mit dem Ziel, sich √ľber die Strukturen und Mechanismen der rechtsextremen Szene im Rhein-Erft-Kreis zu informieren, Strategien gegen den Einstieg junger Menschen ins rechtsextremen Milieu zu entwickeln und die beteiligten Akteure im Jugendbereich besser zu vernetzen, hatte Julian Beywl die Fachtagung initiiert. Da die Rechtsextremen besonders junge Menschen im Visier haben, sieht sich ASH-Sprungbrett e.V. als Jugendhilfe- und Jugendbildungstr√§ger besonders in der Verantwortung.

In Zusammenarbeit mit Re/init e. V. aus Recklinghausen fand am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, die Fachtagung unter Schirmherrschaft von Landrat Michael Kreuzberg statt. Unter den mehr als 80 Gästen waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Jugendhilfe, Jugendämtern, Schulen, Caritas, Arbeiterwohlfahrt und Politik des Rhein-Erft-Kreises.

Dezernent Dr. Christian Nettersheim von der Kreisverwaltung Rhein-Erft erinnerte an die Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau vor genau 71 Jahren und an die sechs Millionen Opfer des Holocaust. Angesichts der Fl√ľchtlingsfrage seien derzeit wieder ‚Äěviele Rattenf√§nger mit einfachen Parolen‚Äú unterwegs, daher m√ľsse man gerade jungen Menschen Perspektiven bieten und positive Auswege zeigen. ‚ÄěIch bin mir sicher, dass ASH-Sprungbrett e.V. wichtige Arbeit auf diesem Gebiet leistet. Daf√ľr sind wir sehr dankbar.‚Äú

Einen √úberblick √ľber rechtsextreme Strukturen und Vereinigungen in K√∂ln und dem Rhein-Erft-Kreis gab Hans-Peter Killguss von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in K√∂ln: ‚ÄěDie rechte Szene vor Ort ist durchaus aktiv. Es handelt sich vornehmlich um eine kleine Gruppe Neonazis, die immer wieder durch Propagandaaktionen auff√§llt.‚Äú Dr. Christoph Busch vom NRW-Innenministerium erl√§uterte, wie geschickt rechtsextreme Gruppierungen ihre r√ľckw√§rtsgewandte Ideologie f√ľr Jugendliche attraktiv machen, indem sie deren Bed√ľrfnis nach Wertsch√§tzung und Gemeinschaft befriedigen. Eine gro√üe Bedeutung kommt hier dem Internet zu. Dass Menschen der rechten Szene erfolgreich den R√ľcken kehren k√∂nnen, bewiesen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Aussteigerinitiative NinA NRW (nina-nrw.de).

‚ÄěWenn sich alle Verantwortlichen um die jungen Menschen bem√ľhen und ihnen eine Zukunftsperspektive geben, Bund, Land und Kommunen die n√∂tigen Finanzmittel bereitstellen, sich die Verantwortlichen untereinander vernetzen, dann haben Rechtsextreme keine Chance‚Äú, so Julian Beywl abschlie√üend.

 

IMG_2493_ Dr. Christian Nettersheim, Dezernent im Bereich Schule und Weiterbildung, Familien, Generationen, Soziales und dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Erft-Kreis, sprach das Gru√üwort auf der Fachtagung ‚ÄěEinstiegs- und Ausstiegsprozesse Rechtsextremismus‚Äú von ASH-Sprungbrett e. V.

 

 

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Julian Beywl (r.), Gesch√§ftsf√ľhrer ASH-Sprungbrett e.V., im Gespr√§ch mit Moderatorin Cornelia Benninghoven und Veit Schmitz (l.), Leiter der Einrichtung Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft Haus St. Gereon.

 

Fotos: ASH-Sprungbrett e. V.

Große Nachfrage nach Integrationskursen

BERGHEIM/RHEIN-ERFT-KREIS. (14.01.2016) In den letzten zwei Monaten ist die Nachfrage nach Integrationskursen beim ASH-Sprungbrett e. V. deutlich gestiegen. Der Andrang ist f√ľr die Mitarbeiterinnen von Startpunkt! Erwerbslosenberatung und Arbeitslosenzentrum in Bergheim kaum noch zu bew√§ltigen. ASH-Sprungbrett e. V. f√ľhrt die Integrationskurse im Auftrag des BAMF (Bundesamt f√ľr Migration und Fl√ľchtlinge) durch. Hier lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 600 Unterrichtsstunden die deutsche Sprache und erhalten zus√§tzlich in einem 60 Stunden umfassenden Modul Informationen √ľber das Leben in Deutschland. F√ľr Analphabeten gibt es zus√§tzliche Angebote.

In der Zeit von Oktober bis Dezember 2015 haben rund 80 Personen, das ist gut die H√§lfte aller Besucher von Startpunkt! Erwerbslosenberatung und Arbeitslosenzentrum von ASH-Sprungbrett e.V. in Bergheim, wegen eines Integrationskurses vorgesprochen. Aktuell stehen noch 60 Personen auf der Warteliste f√ľr Integrations- bzw. Alphabetisierungskurse, die meisten von ihnen stammen aus Syrien, Marokko und Rum√§nien. Asylsuchende mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit k√∂nnen seit neuestem die Kurse bereits w√§hrend ihres laufenden Verfahrens besuchen.

Gemeinsam mit anderen Anbietern von Sprachkursen wie der VHS Bergheim und dem AWO Bildungswerk versucht Julian Beywl, Gesch√§ftsf√ľhrer von ASH-Sprungbrett e. V., der gr√∂√üeren Nachfrage gerecht zu werden. Dar√ľber hinaus bem√ľht er sich derzeit intensiv um weitere Finanzierungsm√∂glichkeiten zur Sicherung der Erstberatung.

Gesucht werden noch engagierte B√ľrgerinnen und B√ľrger, die ASH-Sprungbrett e. V. bei dieser Arbeit finanziell oder aktiv unterst√ľtzen. Die Mitarbeiterinnen vom ASH-Sprungbrett e.V. w√ľrden sich sehr √ľber Menschen freuen, die ehrenamtlich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sprachkurse in den R√§umlichkeiten von ASH-Sprungbrett e. V. Konversation auf Deutsch f√ľhren, um den Unterrichtsstoff zu vertiefen.

Spenden unter Stichwort ‚Äď Sprachf√∂rderung -:
Kreissparkasse Köln IBAN: DE81 3705 0299 0112 000587

Weitere Informationen zum Thema unter Tel.: 02271 83993-66 oder alz@ash-sprungbrett.de, Arbeitslosenzentrum, Hauptstraße 10, 50126 Bergheim .

Bericht PraxisMesse Köln

ASH-Sprungbrett e. V. auf der PraxisMesse der TH Köln am 27. Oktober 2015

Zum ersten Mal hat ASH-Sprungbrett e. V. an der PraxisMesse der Technischen Hochschule Köln teilgenommen. Vor Ort waren die Sozialarbeiterin Madlen van der Seylberg (Bezugsbetreuerin bei TAGWERK) und Lea Esser, die in der Produktionsschule ihr Praxissemester absolviert hatte.

Die bereits zum neunten Mal stattfindende PraxisMesse der TH Köln versteht sich als Forum, wo Studierende und Absolvent/innen der Sozialen Arbeit direkt mit Institutionen aus diesem Bereich in Kontakt treten können. Zu Beginn der PraxisMesse gab es Vorträge zur Etablierung der Sozialen Arbeit als Frauenberuf Ende des 19. Jahrhunderts sowie zur besonderen Beziehung zwischen Studierenden und Lehrenden im Bereich Soziale Arbeit.

In den R√§umlichkeiten des Campus S√ľdstadt am Ubierring waren auf drei Etagen insgesamt 140 Aussteller vertreten Der Stand des ASH-Sprungbrett im Erdgeschoss war den ganzen Tag √ľber gut besucht. Mit gro√üem Interesse informierten sich die Studierenden √ľber die verschiedenen Einsatzm√∂glichkeiten bei ASH-Sprungbrett e. V. im Rahmen des Praxissemesters und √ľber k√ľnftige Stellenausschreibungen. Die Kontaktaufnahme zwischen Studierenden und unserem Verein hat insofern sehr gut funktioniert, inzwischen finden auch bereits die ersten Folgegespr√§che statt.

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Madlen van der Seylberg (l.) und Lea Esser am Stand von ASH-Sprungbrett e. V. auf der PraxisMesse der TH Köln.